Dienstag, 8. Dezember 2015
Vorabankündigung und Update zum nächsten Smoke-In in Stuttgart
Daher habe ich mich durch ganz Deutschland telefoniert um eine Labor zu finden welches die Bestimmung der THC-Gehalts an Hanfblättern, für eine Privatperson, durchführt.
Ich bin zum Schluss bei einem Labor in Belgien rausgekommen, welche einen solchen Test für mich durchführen würden. Somit habe ich den zweiten Smoke-In angemeldet mit der Änderung zum letzten mal, dass ich unter Aufsicht die Hanfblätter abpacke und an das Labor schicke, dann nach erfolgter Bestätigung das kein oder nur sehr gerringe Mengen an THC im Tee enthalten sind. Würde ich die Hanftee-Joints wie gehabt beim Ordnungsamt drehen und alles weitere würde wie beim ersten Smoke-In anlaufen.
Nach etwa einer Woche hatte ich heute den ersten Rückruf von der Versammlungsbehörde. Die Staatsanwaltschaft hat sich gemeldet (geht ja inzwischen richtig zügig).
Es gibt für die Staatsanwaltschaft nur ein Labor, welches eine solchen Test machen kann, dieses ist beim LKA angesiedelt. Die Staatsanwaltschaft geht aber davon aus dass die Probe im Labor genommen werden muss. Dies bedeutet das es unter Umständen im Labor dazu kommen könnte das unser, eigentlich THC freier Tee, mit THC haltigen Stoffen verunreinigt werden würde. Daher bringt uns eine Überprüfung nichts, weil das zu prüfende Gut dann nicht mehr von uns konsumiert werden kann.
Im Klartext:"Wir testen deinen Tee, aber rauchen kannst du ihn dennoch nicht."
Der Hauptknackpunkt ist also, dass das Labor den kompletten Tee geliefert bekommen will um eine "repräsentative Probe" ziehen zu können. Ich habe mit der Frau vom Ordnungsamt gesprochen ob es nicht so etwas wie Lebensmittelkontrolleure gäbe, welche ja wohl in der Lage sind eine Probe zu ziehen. Schließlich machen sie ja den ganzen Tag nichts anderes. Wir haben uns darauf geeinigt, dass sie bei der Lebensmittelüberwachung nachfragt ob diese eine solche Probe ziehen könnten, und wenn ja diesen Vorschlag an die Staatsanwaltschaft zur Bewertung weiterleitet.
Im schlimmsten Fall, also wenn alle Versuche scheitern, die "Hanfteejoints ohne THC" genehmigt zu bekommen, werden wir den nächsten Smoke-In wieder mit Kräutertabak abhalten. Ich hoffe aber das es dazu nicht kommt.
Samstag, 26. September 2015
Smoke-In am 10.10.2015
Hurra. Es wird am 10.10.2015 den ersten Smoke-In in Stuttgart geben. Wenn ihr teilnehmen wollt folgt den Link.
Ich will hier garnicht so viel über den Ablauf oder die Verhaltensweisen schreiben, dass findet ihr alles verlinkt.
Hier einige allgemeine Gedanken zum Thema:
Dieser erste Smoke-In ist für mich eine Generalprobe, wenns gut läuft und einige Leute auftauchen, wird es sowas öffters geben, wenn nicht muss man schauen was schiefgelaufen ist.
Fake-Joint: Diese Joints sind mit Speisehanf (dem legalen Ableger des Hanfs) gefüllt, lassen sich gut rauchen, und die Form entspricht dem absoluten Klischee einer Tüte. Auffällig ohne Ende, genau das Richtige für eine Demo.
Ziel der ganzen Aktion ist es, die Kiffer(innen) aus dem Schatten zu holen und der Öffentlichkeit zu zeigen, dass die Mehrheit der Kiffer hundsnormale Durchschnittsbürger sind. Klar gibt es den Klischeekiffer aber halt nicht nur. Parallene zur Schwulen- und Lesbenbewegung sind hier nicht von der Hand zu weisen. Bis in die 70er Jahre war Homosexualität strafbar in Deutschland. Diese Gesetze wurden abgeschafft, auch wenn es bis heute noch nicht gelungen ist die vollständige Gleichberechtigung zu erreichen, hat sich doch einiges verbessert.
Meine Hoffnung ist das ein solcher gesellschaftlicher Wandel bei Cannabis nicht ganz so lange dauert. Ich habe eigentlich keine Lust bis 2060 für eine Legalisierung zu kämpfen, auch wenn ich dazu bereit bin.
Auf alle Fälle freue ich mich auf den 10.10.2015, bitte kommt zahlreiche und haltet euch an die Vorgaben.
Freitag, 14. August 2015
Vorschau auf den ersten Smoke-In in Stuttgart
Ich habe für die Piraten in absprache mit dem CSC Stuttgart einen Smoke-In angemeldet, mit dem Gegen die Prohibition von Cannabis protestiert weden soll. Den Zeitpunkt und Ort werde ich erst nach dem das Gespräch mit der Polizei (Vorbereitungsgespräch) stattgefunden hat veröffentlichen.
Der Ort und Zeit ist kein Problem, aber ich will die Einschätzung der Polizei im Bezug auf den geplanten Abblauf abwarten bevor ich die Werbetrommel rühre.
Was ist geplant?
An die Teilnehmer werden Fake-Joints verteilt. Diese Fake-Joints enthalten Hanftee und oder Tabak. Also kein THC. Diese Fake-Joints werden von der Versammlingsleitung als Versammlungsmittel bereitgestellt.
Diese Fake-Joints werden dann bei Musik und zwei Reden konsumiert werden.
Meine rechtliche Einschätzung:
Da in Deutschland nur der Besitz, erwerb, anbau und handel mit Cannabis verboten ist. Der Konsum von Cannabis aber nicht strafbar ist, sollten wir ja auch keine Straftat vortäuschen. Den Kosum ist keine Straftat und wenn wir klarstellen das hier kein THC im Joint ist sollte das alles auch ohne Probleme ablaufen.
Einzige Angst die ich habe ist, dass die Polizei das als eine willkommene Gelegenheit sieht einige potenzielle Kiffer hochzunehmen. Da sie die berühmte Einschätzung vertreten, dass "Jemand der sich für die Legalisierung von Cannabis einsetzt auch selbiges konsumiert."
Ich werde beim Vorbereitingsgespräch genau dies ansprechen und auch erklären, dass sobald ich den Verdacht bekomme das die Polizei etwas in die Richtung plant, egal ob vor oder nach dem Smoke-In, die Versammlung sofort und ohne Vorwarnung abbreche, und die Polizei dann die Versammlungleiter übernehmen darf.
Ich bin aber enorm bespannt wie das Gespräch nächste Woche läuft.
Ich halt euch weiter auf dem laufenden.