Samstag, 31. Dezember 2011

Keine TouriEuros für den ägyptischen Militärrat

Ich hatte ziemlich lange die Hoffnung dass sich die Lage in Ägypten noch zum Guten wendet. Leider ist zum Ende des Jahres klar, dass es sich nicht zum Guten wenden wird. Daher habe ich mich entschlossen einen Aufruf an alle Touristen zu verfassen.

Bitte geht in diesem Sommer nicht nach Ägypten, wir als demokratischer Staatsbürger müssen den Bürgern auf dem Tahir Platz beistehen.

Wenn ihr in den Süden fahren wollt. Fahrt nach Tunesien, Spanien, Portugal oder Griechenland. Diese Länder haben eure TouriEuros mehr als verdient. Kein Deutscher würde sich ernsthaft überlegen in Syrien oder dem Iran Urlaub zu machen. Die Lage für die Bürger in Ägypten ist ebenfalls schlecht, auch wenn die Lage in den Tourismuszentren für Urlauber aktuell noch ungefährlich ist, kann man dort keinen entspannten Urlaub machen. Wenn man weiß dass gleichzeitig einfache Bürger wie du und ich für den Wunsch nach Demokratie zusammengeschlagen und getötet werden.

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Montag, 26. Dezember 2011

Ausblick Baugrube Stuttgart 21

Gerade kam dieser Ausblick der Baugrube im nächsten Jahr über twitter.

Mir fehlen noch der Bauzaun und die Polizeihundertschaften. aber im großen und ganzen ist die Darstellung stimmig.


Liebe konservative Parteien und konservative Wähler

Ihr seit immer ganz weit vorn wenn es darum geht den Status Quo zu erhalten. Ihr wollt die Dinge so belassen wie sie sind. Oft hörte ich von euch sagen:“So wie jetzt ist geht es uns doch gut.“ Oder “Früher war das besser, da gab es so etwas nicht.“
Leider verkennt ihr dabei eine kleine wenn auch entscheidende Tatsache. Die Menschheit hat sich immer schon entwickelt. So leben wir nicht mehr in Höhlen und benutzen auch keine Pferdefuhrwerke mehr. Es gab, gibt und wird immer Menschen geben die eine neue Ansicht in die Welt bringen. Der Widerstand der einer neuen Idee entgegen gebracht wird entspringt immer der gleichen Motivation. Sich nicht mit etwas neuem Beschäftigen wollen und alles was sich nicht mit dem bisher gelernten erklären oder vereinbaren lässt abzulehnen.
Gerade fand ja wieder Weihnachten statt. Die Christen gedenken also Jesus. Der von den Konservativen seiner Zeit gekreuzigt wurde. In dieser Hinsicht sind der heutige Papst und die Protagonisten der Bibel, welche den Tot Jesus forderten, gleich. Heute akzeptieren Millionen von Menschen Jesus Christus als ihren Erlöser. Damals wurde er selbst für diese Aussage hingerichtet.
Welcher der alten jüdischen Gelehrten aus dem Jahre 32 hätte sich auch nur im entferntesten vorstellen können dass es dazu kommt. Es ist wohl das gleiche Unverständnis welche heute der Papst gegenüber der Ehe von gleichgeschlechtliche Paare hat.
Alle sogenannten Christen mit konservativen Werten sollten sich überlegen auf welcher Seite, zu Zeiten Jesus, sie gestanden hätten. Ich bin mir sicher nicht auf der Seite Jesus, dem jungen Aufrührer der die Welt verändern wollte. Sonst müssten sich ja als Konsequenz, neue Antworten auf die Fragen der Welt suchen und nicht mit den alten Kamellen argumentieren.

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Samstag, 24. Dezember 2011

Merkels Taktik oder auch Regierungsstiel genannt

Frau Merkel hat inzwischen eine sehr ausgereifte Taktik entwickelt ihre Ziele durchzusetzen. Ihr wird zwar immer zögerliches Verhalten vorgeworfen, dass dahinter aber eiskaltes Kalkül steckt scheint bisher niemandem ausgefallen zu sein. Frau Merkel ist voll bewusst was das beste wäre, also was in einer Situation zu tun ist. Merkel wartet bis zum letzten Moment um das Richtige zu tun. Meist sind dann alle anderen Beteiligen so überglücklich dass sich Merkel endlich bewegt, dass man ihr jeden Wunsch erfüllt, Hauptsache sie ist dabei.
Dieses miese Verhalten hat sich besonders stark in der bisherigen Eurokrise gezeigt. Unfähigkeit kann man ihr nicht mehr zu gute halten. Wer es schafft immer genau dass abzulehnen was sich nach langem hin und her als beste Lösung herausstellt. Ist nicht unfähig sondern handelt mutwillig.
Frau Merkel fährt, politisch gesehen, mit Deutschland solange mit 120km/h auf die Mauer zu bis jeder den Angstschweiß auf der Stirn hat. Kurz vor dem Aufprall dreht sie sich zu den Mitfahrern um und sagt: „Ich sehe wir haben ein Problem ich würde vorschlagen nach links ausweichen. Dafür müsst ihr aber alle euren linken Schuh ausziehen.“ Gibt es einen der zweifelt das nicht sofort alle Mitfahrer ihren linken Schuh ausziehen.
Dieses Verhalten ist keine Politik das ist reine Erpressung. Das Schlimme ist das jeder in ihrem Umfeld auf diese Art und Weise erpresst wird. Ihre Partei, die Fraktion, die Minister oder gleich ganze Staaten.
Was die Situation für mich unerträglich macht ist die Tatsache dass dies alles in aller Öffentlichkeit geschieht und jeder nur glücklich ist dass der Kelch an einem selbst vorbei ging. Wenn in einigen Monaten Eurobonds nötig werden um den Euro zu retten. Wird dann irgendwer solche Trivialitäten wie Abstimmungen oder demokratische Verfahren fordern. Es wird einfach keine Zeit mehr für so etwas geben. Sollte Frau Merkel ihre Zustimmung zu Eurobonds von einem permanenten Vorsitz Deutschlands in der Europäischen Wirtschafts- und Finanzregierung abhängig machen. Wird dies mit Blick auf die kommende Katastrophe als ein kleines Übel akzeptiert werden. Frau Merkel beherrscht das Kabinett des Schreckens so gut wie sonst niemand.
Einzig, irgendwann platzt irgendwem der Kragen und wir haben wieder Krieg in Europa.
Danke Frau Merkel.


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Dienstag, 20. Dezember 2011

Kleiner Tip für unseren Bundespräsidenten Wulff

Hallo Namensfeder.

Ich habe die Berichte in den Medien verfolgt. Mir tust du schon ein wenig leid. Okay du warst nicht meine erste Wahl als Bundespräsident. Ich hätte Gauk lieber gehabt, aber das ist Schnee von gestern. Warum ich dich bedauere ist die Tatsache dass du wohl nie mit einer Gruppe Namens „Transparency International“ oder „Lobby Control“ geredet hast. Die haben unheimlich gute Tips für Politiker und die bekommt man sogar für Umsonst.
Selbst die Piraten wurden von ihnen beraten, vielleicht liest du des mal nach was die den Piraten so gesagt haben.
Wenn grade keine Zeit ist. Hier der wohl wichtigste Satz für jemanden in deiner Position:

Wenn man eine Geschenk, Zuwendung oder sonst annimmt bei dem man das Gefühl dass es besser nicht an die Öffentlichkeit kommt, also Seite eins in der Bildzeitung zum Beispiel. Sollte man von der Annahme absehen.

Vielleicht kannst du dich ja dazu durchringen mal alles was in deiner bisherigen Karriere an Lobbyismus und Geschenken so gelaufen ist zu veröffentlichen. Du könntest damit die Republik mal zum Umdenken bewegen. Nach dem Motto: “Da, habe ich scheiße gebaut. Nehmt euch an mir ein Beispiel so kann es nicht weitergehen.“ Wenn du dich als moralische Instanz siehst solltest du alle Detail veröffentlichen. Der Bundespräsident hat nur eine Macht und das ist die Macht des Wortes. Daher hoffe ich du setzt dich, schon allein aus deinem einen Interesse, in Zukunft für eine Lobbyfreiere Politik ein.

Dein Christian Brugger-Burg

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