Donnerstag, 17. Juli 2014

Wer, wie, was, warum, weshalb, wozu

Die Piraten gelten, zumindest ist das meine Eindruck, bei vielen Organisationen, welche die gleichen Ziele haben als nett und freundliche Mitmenschen. Wir kommen wenn wir eingeladen werden, bringen unsere einen Dinge mit die wir brauchen und nehmen zum Schluss auch unseren Müll wieder mit.
Das die meisten Piraten so sind ist wunderbar und mach uns bei den politischen Freunden sehr beliebt. Leider wirkt diese bei den Piraten sehr verbreitete Eigenschaft der Freundlichkeit auf den politischen Gegner nicht sonderlich einschüchternd.
Um dennoch mit unserer Freundlichkeit dem politischen Gegner das Leben schwer zu machen ohne das eigene Verhalten aufzugeben, schlage ich das penetrante Nachfragen mit den W-Worten vor.
Mit nichts anderem kann man auf freundliche Art besser den politischen Gegner entlarven als mit den W-Worten.
In den meisten politischen Talks werden von den verschiedenen Beteiligen nur eigene Thesen herausposaunt.
Anstatt nun die eigene These dem entgegenzuhalten wäre es klüger die These des Gegenüber mit gezielten Fragen zu zerlegen.
Ein Beispiel:
"Snowden kann in Deutschland kein Asyl bekommen."
"Warum nicht?"
"Es gibt keine rechtliche Grundlage dafür."
"Wieso schaffen sie dann keine?"
"Dafür fehlen uns die Mehrheiten."
"Wie kann es sein das bei einer großen Koalition die Mehrheiten fehlen?"
und so weiter und so weiter...
Wer diese Fragen stellen kann und dabei ruhig und sachlich bliebt ohne sich Aufzuregen wird die Diskussion gewinnen. Denn Framing funktioniert nur solange keiner aktiv nachfragt. Wenn man nachfragt fällt es in sich zusammen.

Dienstag, 8. Juli 2014

PKW-Maut

Ältere Text zum Thema.
Die CSU arbeit seit Jahren daran Deutschland zur vollen Lachplatte in Europa zu machen. Heute ist die CSU ihren Ziel ein gutess Stück näher gekommen.
Das Verkehrsministerium will also eine PKW-Maut für alle auf allen Straßen erhoben wird. Deutsche werden natürlich über die KFZ-Steuer entlastet.
Genau hier fängt der Spass für alle an.
Alle anderen Länder auf der Welt nehmen Maut abhängig von der Nutzung einer Strecke. Nicht so wir. Wir orientieren uns am Hubraum und der Schadstoffklasse des Fahrzeugs. Also während alle Mautsysteme nach der aktuellen Abnutzung der Straße erhoben werden. Somit der schwere Verkehrsteilnehmer mehr zahlt. Wollen wir nach Hubraum und Schadstoffausstoß die Maut erheben. Dies müssen wir machen weil wir in unserer KFZ-Steuer genau nach diesen Merkmale erhoben wird.
Das ist so als ob ein Fluglinie nicht mehr nach Flugstrecke und nach Onbordservice die Ticketpreise gestallten würde, sonder den Preis nach Strecke und Gesundheitsstatus des Passasiers berechnen würde.
Das diese Maut für Deutschland ein Minusgeschäft wird, ist meine persönliche Einschätzung der ganzen Situation.  Auch wenn die CSU da anderer Meinung ist.

Sonntag, 1. Juni 2014

Die 50% der AfD Plakate

Nach eigenen Angaben der AfD wurden in diesem Wahlkampf 50% der Wahlplakate zerstört. Was die AfD auf Fehlinformationen in der Bevölkerung zurückführt.
Ich kann der AfD sagen das 50% Schwund bei den Wahlplakaten noch in einem normalen Bereich liegt. Die SPD, CDU, FDP, Linke, Grünen und Piraten haben ebenso viel Schwund, also sind 50% eher normal als Aussergewöhnlich.
Die Leute von der Alternative lieben es sich als Opfer darzustellen. 50% Schwund bei den Wahlplakaten ist vollkommen normal. 70% oder 80% wären hingegen extrem.
Was ich mich immer frage: Wo hat die AfD die ganze Kohle für die Masse an Wahlplakate her?

Montag, 26. Mai 2014

Ausblick auf die nächsten zwei Jahre

Die nächsten Wahlen für die Piraten in Stuttgart stehen regulär erst in zwei Jahren an. Dann wird wieder der baden-württembergische Landtag gewählt. Für mich wird diese Zeit unter dem Motto stehen:
Du bist nicht verantwortlich für die Welt in die du geboren wurdest, nur für die in der du stirbst.
Ich bin seit beinahe einem Jahr im Vorstand der Kreisverbands Stuttgart der Piraten und in diesen Monaten gab es nur eine Aktion bei der sich Bürger an den Vorstand wanden um sich zu beschweren. Für eine Stadt in einem Bundesland in welchem die CDU eine der dominierenden Kräfte ist. Und selbst die SPD und Grüne eher dem konservativen Lager dieser Parteien zuzuordnen sind ist das schon erschreckend wenig. Denn dies bedeutet dass wir von den meisten konservativen Mitbürgern unbemerkt bleiben, was gleichzeitig bedeutet das wir auch die Mitbürger, welche unsere Positionen teilen nicht erreichen.
Ich will keinen Streit vom Zaun brechen, aber ich werde in Zukunft, anders als in der Vergangenheit, die Piratenposition so offensiv wie Möglich vertreten. Egal ob mein Gegenüber damit klar kommt, oder nicht. Versteht mich nicht falsch ich bleibe natürlich freundlich, es wird niemand beleidigt oder persönlich angegriffen. Aber die Position wird klar bezogen und mit Argumenten untermauert, auch wenn das Gegenüber rot anläuft.
Mein persönliches Ziel ist es jeden Monat eine neue Aktionsidee zu entwickeln und auszuprobieren. Wenn die Aktion gut ankommt wird sie weiter betrieben wenn nicht da halt nicht ("Survival of the fittest.").

Donnerstag, 8. Mai 2014

Rechte Ansichten im Alltag

Gestern hatte ich eine längere Unterhaltung mit zwei Bekannten.
Ich war die meiste Zeit ziemlich ruhig und habe nur den einen oder anderen Fakt eingeworfen. Im Prinzip war die meiste Zeit die Unterhaltung ziemlich belanglos. Der einzige richtig bemerkenswerte Kommentar war von einem meiner Bekannten. Der erklärte: "Das er nicht glaube dass die Bedingungen für die Menschen in den KZ's so schlimm gewesen seinen. Da es ja heute fast hundertjährige Überlebende des KZ's geben würde. Sein Großvater der selbst in der SS war aber nur 85 wurde."
Abgesehen von der Tatsache das hier Dinge verglichen werden die nicht zu vergleichen sind. Bezweifle ich da es so viele fast Hundertjährige ehemalige KZ-Gefangene gibt. Betrachtet man die durchschnittliche Lebenserwartung alle KZ-Häftlingen heben selbst 100 Hundertjährige den Durchschnitt nicht wirklich an.
Das ich ganz solche Aussagen dem Rechten Spektrum zuordne sagt ja schon der Titel, und steht für mich außer Frage. Natürlich habe ich mein Missfallen über diese Aussage erklärt. Einsicht? Fehlanzeige! Wie es halt immer beim Alltagsrechtsausen ist. Diese rechten Ansichten werden von den, meist konservativen, Mitmenschen als legitime Meinung angesehen. Was die Sache nur noch schlimmer macht.
Ich werde auf alle Fälle den Umgang mit diesem Bekannten, soweit wie es geht, einschränken. Vielleicht ergibt sich ja nochmal die Chance ihm die Fehler in seiner Weltansicht begreiflich zu machen, aber wirkliche Hoffnung habe ich nicht.