Die Diskussion zur Prostitution in Deutschland ist seit einiger Zeit in den Öffentlichkeit wieder abgeflacht. Egal, sie wird bestimmt in der nächsten Nachrichtenarmenzeit wieder auftauchen.
Was mich bei der Argumentation der Prostitutionsgegner stört, ist dieses Dogma das Prostitution immer Ausbeutung der Frauen ist. Egal wie die Umstände sind, Prostitution ist immer Ausbeutung, meinen zumindest die Prostitutionsgegner.
Für mich ist Prostitution Arbeit, ja Arbeit, nicht mit den Händen sondern mit den Fortpflanzungsorganen aber es bleibt Arbeit. Natürlich gelten für diese Arbeit wie für jede andere Arbeit die gleichen Grundsätze. Auf dem Bau wie auch im Bordell ist Zwangsarbeit zu bekämpfen.
Besonders pervers ist die Haltung von Menschen mit den sogenannten Familienwerten. Diese verteufeln gerne die Prostitution als Ausbeutung und Unterdrückung. Sind aber vollkommen cool in ihrer Meinung dass Frauen in der Mutterrolle aufgehen sollten. Also für eine 80+ Stunden Arbeitswoche nur Unterkunft, Verpflegung und Taschengeld erhalten und zum Beischlaf mit dem Ziel weitere Kinder zu gekommen bereit zu sind, diese Haltung ist für mich Ausbeutung.
Für Frauen in unserer Gesellschaft gibt es keine Chancengleichheit mit Männern Kinder und Beruf unter einen Hut zu bringen, dies ist die Unterdrückung welche bekämpft gehört. Den sich mit 25 bis 30 Jahren final zu entscheiden ob Kinder oder Karriere betrifft mehr Frauen als irgendwelche vermeintlichen Probleme durch Prostitution.
Das Frauen in die Prostitution „abrutschen“ wegen Drogen, fehlender Bildung oder aus Naivität, ist klar ein Problem wo man Hilfe anbieten muss. Aber aus der Tatsache das man sich selbst nicht vorstellen kann einer bestimmten Arbeit nachzugehen zu schließen, dass alle diejenigen die dieser Arbeit nachgehen dies nur aufgrund von Unterdrückung tun. Ist genauso Abwegig wie zu glauben dass ein Kanalreiniger der den ganzen Tag durch Scheiße watet, weil er sonst ausgepeitscht wird. Am Ende des Tages zählt bei allen, dass man ein Essen auf dem Tisch hat und die Rechnungen bezahlen kann. Wie man dieses Ziel auf legalen Weg erreicht sollte jedem selbst überlassen bleiben.
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Mittwoch, 10. Dezember 2014
Was ich bei der Diskussion um die Prostitution in Deutschland nicht verstehe
Labels:
Diskussion,
Prostitution
Samstag, 14. Januar 2012
Rückblick auf den heutigen Diskussionsnachmittag zu Stuttgart 21
Heute fand ein Diskussionsnachmittag zum Thema „Die Folgen konsequenter Intransparenz am Beispiel Stuttgart 21“ statt.
In der gesamten Veranstaltung, zu der etwa 12 Interessierte Stuttgarter gekommen waren, wurden mehr Fakten und Themen objektiv und konstruktiv behandelt als in allen Schlichtungsrunden zusammen. Herr Reinhart erklärte Hintergründe zu den Tunnel, wieso 4,05 Meter ausreichend sind, wo sie verlaufen und welche Geschwindigkeit gefahren werden. Zudem konnte er viele Eisenbahn spezielle Überlegungen aufzeigen die einen den Bau von Stuttgart 21 als sinnvoll erkennen lassen. Er sparte keine der Engstellen wie der Flughafenanbindung aus. Wenn man seinen Ausführungen folgt kann man die Sicht der Deutschen Bahn Stuttgart 21 bauen zu wollen durchaus nachvollziehen.
Mit Kritik wurde ebenfalls nicht gespart. So wurde die permanente Intransparenz und das Zurückhalten von Informationen von Seiten der Bahn ausgiebig beleuchtet. Die Verschwiegenheit der Bahn ging in Stuttgart soweit das beim Fällen der Bäume im Schloßgarten nicht klar war ob es eine Freigabe für diese Aktion gab oder nicht. Im nach hinein wurde klar das es keine Genehmigung dafür gab. Auch viele andere Beispiele aus seinen Studium wurde von ihm angeführt. Zum Beispiel weigert sich die Bahn die Standort von Signalanlagen öffentlich zu machen. Auch Detail zu Strecken oder Tunnels gibt die Bahn nicht heraus. Hierfür muss man das Eisenbahnbundesamt bemühen. Ein geniales Zitat von Herrn Reinhart war:
In der gesamten Veranstaltung, zu der etwa 12 Interessierte Stuttgarter gekommen waren, wurden mehr Fakten und Themen objektiv und konstruktiv behandelt als in allen Schlichtungsrunden zusammen. Herr Reinhart erklärte Hintergründe zu den Tunnel, wieso 4,05 Meter ausreichend sind, wo sie verlaufen und welche Geschwindigkeit gefahren werden. Zudem konnte er viele Eisenbahn spezielle Überlegungen aufzeigen die einen den Bau von Stuttgart 21 als sinnvoll erkennen lassen. Er sparte keine der Engstellen wie der Flughafenanbindung aus. Wenn man seinen Ausführungen folgt kann man die Sicht der Deutschen Bahn Stuttgart 21 bauen zu wollen durchaus nachvollziehen.
Mit Kritik wurde ebenfalls nicht gespart. So wurde die permanente Intransparenz und das Zurückhalten von Informationen von Seiten der Bahn ausgiebig beleuchtet. Die Verschwiegenheit der Bahn ging in Stuttgart soweit das beim Fällen der Bäume im Schloßgarten nicht klar war ob es eine Freigabe für diese Aktion gab oder nicht. Im nach hinein wurde klar das es keine Genehmigung dafür gab. Auch viele andere Beispiele aus seinen Studium wurde von ihm angeführt. Zum Beispiel weigert sich die Bahn die Standort von Signalanlagen öffentlich zu machen. Auch Detail zu Strecken oder Tunnels gibt die Bahn nicht heraus. Hierfür muss man das Eisenbahnbundesamt bemühen. Ein geniales Zitat von Herrn Reinhart war:
„Hätte die Bahn keine Fahrgäste sie würde den Fahrplan zur Geheimsache erklären.“An der Informationspolitik der Bahn bei Stuttgart 21 wurde während des Vortrags kein gutes Haar gelassen. Das es auch anders geht und auch schon anders von der Bahn praktiziert wurde wurde ebenfalls verdeutlicht.
Die Zuhörer waren etwa 50/50 Pro und Contra Stuttgart 21 eingestellt. Was eine ausgewogene Diskussion sehr entgehen kam. Alles in allem war es eine gelungene Diskussion.
Mein persönliches Fazit für meine politische Zukunft. Es sollte viel öfter so transparente und kompetente Vorträge mit anschließender Diskussion geben.
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