Posts mit dem Label Überwachung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Überwachung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 15. August 2013

Warum ich mir heute ein Smartphone zugelegt habe

Ich habe mir heute ein neues Handy zugelegt.
Einer der stärksten Gründe wieso ich mich von meinem alten aber noch sehr gut funktionierenden Handy getrennt habe ist die Tatsache das ich. Mit ihm kaum noch Fotos von Überwachungskameras machen konnte, die Akkulaufzeit war einfach nach wenigen Stunden erschöpften.
Dies war für mich bisher nicht so störend. Was mich zum Umdenken brachte war mein Aufenthalt in Brüssel. Dort sind dermassen viele Kameras im öffentlichen Raum angebracht das mir fast schlecht wurde. Dieser Entwicklung will ich in Stuttgart entgegenbreten. Ich werde also in Zukunft meine entsprechenden Aktivitäten verstärken. Macht euch also gefasst darauf in Zukunft wieder mehr Fotos von Überwachungskameras zu sehen.

Dienstag, 19. Februar 2013

Unterhaltung mit dem Polizisten welcher am Samstag die Demo betreut

Am Montag hatte ich das Glück mit dem Polizisten welcher am Freitag den Polizeieinsatz bei einem der "Operation Big Brother" Demo leiten wird. Okay zuerst das positive ich kenne ihn und komme ziemlich gut mit ihm aus.
Was vielen der Teilnehmern, insbesondere die Annons, nicht gefallen wird ist die Tatsache das Vermummen für ihn ein absolutes Nogo ist. Daher bitte ich alle die eine Maske mitbringen wollen diese auf dem Hinterkopf zu lassen.
Ansonsten ist die Route, der Ablauf etc. genehmigt und enspricht der Planung. Die einzige Abweichung zur geplanten Demoroute ist der Aufbruch vom oberen Schloßgarten auf die Straße. Wir sollen am Schloßhotel vorbeilaufen nicht wie von mit gedacht unter den Ferdinand-Leichner-Steg durch.
Ich hoffe ihr kommt zahlreich und bringt gute Laune mit.

Einladungsflyer für Teilnehmer an der vorher stattfindenden S21 Demo am gleichen Tag.

Dienstag, 5. Februar 2013

Zwei Demo am Samstag den 23.Februar 2013

Am Samstag den 23. Februar gibt es zwei Demos in Stuttgart. (Stuttgart baut seinen Ruf als Demohauptstadt Deutschlands kontinuierlich aus) Die erste bezieht sich auf Stuttgart 21 die zweite, welche ich organisiere, auf das Thema Überwachung.
Ich habe zwar meine Demo bereit im Dezember angemeldet und sie ist Teil eines weltweiten Aktionstages, aber nach den aktuellen Ereignissen um Stuttgart 21 denke ich dass das Bahnprojekt weit mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird.
Bereits am Montag hatte ich ein kurzes Telefonat mit dem Amt für öffentliche Ordnung bei dem mir mitegeteilt wurde das sich meine Demoplanung leider mit der S21-Demo überschneidet. Da ich flexibel bin und ich weis das Piraten und Piraten Symphatisanten eher später als früher aufstehen. (Studentenwitz hier einfügen) Habe ich meine Planung um eine Stunde nach hinten verschoben.
Der Start der "Operation Big Brother - gegen den Überwachungswahnsinn" - Demo ist nun 16:00. Startpunkt und Ablauf haben sich nicht geändert.
Es gibt keinen Grund, abgesehen von der eigenen köperlichen Verfassung, sich zwischen einer der beiden Demo zu entscheiden. Beide Demos sind so geplant, dass man problemlos von der einen Demo, welche am Hauptbahnhof endet, zur anderen Demo, welche im Schloßgarten beginnt, teilnehmen kann. Man kommt mit der zweiten Demo sogar wieder zum Startpunkt der ersten Demo zurück.
Ich hoffe für beide Demos auf massige Unterstützung. Leider kann ich bei der S21 Demo nicht teilnehmen, da ich noch Arbeitstechnisch verhindet sein werde.
Allen "Berufsdemonstranten" (ich meine das absolut positiv) der S21 Demo sollte das Thema der ausufernden Überwachung bekannt und die Ablehnung der solchen nicht fremd sein.
Wir sehen uns am Samstag. ;)

Samstag, 27. Oktober 2012

Von Videoüberwachung und journalistischem Blödsinn

Heute habe ich in irgend einem schlechten TV-Nachrichtenmagazin einen Beitrag über die zwei Heranwachsenden welche in Berlin vor einigen Tagen einen Jugendlichen zusammengeschlagen und dabei getötet haben gesehen.
Inzwischen, und obwohl der Platz nicht Videoüberwacht ist, wurden die zwei mutmaßlichen Angreifer identifiziert. Das Menschen andere Menschen angreifen und dabei auch gelegentlich töten. Ist so alt wie die Menschheit selbst. Das wir in Deutschland in einer Region leben in der man Statistisch betrachtet um ein vielfaches sicherer ist als in anderen Teiler der Welt will ich hier zur allgemeinen Beruhigung mal erwähnen. Würde man nämlich nicht drauf kommen wenn man den Beitrag gesehen hat.
Ich habe keinen Zweifel daran das die Täter, einer soll bereits geständig sein, von der Justiz nach Recht und Gesetz abgeurteilt und bestraft werden. Aber selbst daran zweifelte der Beitrag.
Was mich dann endgültig zur Weißglut brachte war die Tatsache das hier nun behauptet wurde für Polizisten fehle es an Geld daher solle nun mehr Videoüberwachung eingesetzt werden. Also zum einen, wenn kein Geld für einen Polizisten da ist dann ist auch für eine Videoüberwachungsanlage kein Geld da. Diese Kostet für einen größeren Platz, zumindest im Jahr der Anschaffung soviel wie 2 oder 3 Beamte für ein ganzes Jahr, die laufenden Unterhaltskosten sind dann zwar geringer aber es entstehen weitere jährliche Kosten.
Auch dokumentiert jede Überwachungskamera welche eine Schlägerei aufzeichnet ihr eigenes Scheitern. Zum einen konnte die Präsenz der Kamera die Täter nicht abhalten, Abschreckung Fehlanzeige, zum anderen sind die Bilder meist so schlecht das gerade einmal Farbe der Hose, Jacke und Kopfbedeckung (ja/nein) zu erkennen sind. Da liefert jeder noch so schlechte Augenzeuge eine bessere Beschreibung.
Wer jetzt solche amerikanischen Krimiserien wie die CSI-Reihe anschaut mag einwerfen dass man diese Fotos doch nach bearbeiten kann und so einen Täter überführen könnte. Ich muss hier leider entscheiden widersprechen. Man kann Bildinformationen die nicht da sind nicht einfach errechnen.

Hier zwei kleine Beispiel für Überwachungsaufnahmen:

Wer es nun mit Photoshop, Gimp oder schwarzer Magie schafft die Bilder so zu verbessern das mehr als nur die Kleidung zu erkennen ist darf sich gerne melden. Selbst auf den „schärfsten“ Bilder von Überwachungskameras ist maximal zu erkennen ob ein Täter, Nase, Augen und Mund hat und ob er / sie ins Solarium geht oder nicht. Das einzige was auf einer Überwachungskamera zu erkennen ist, ist ob gerade etwas geschied oder eben nicht. Aber dafür müsste jemand die ganze Zeit direkt auf den Monitor schauen, was beim besten Willen keiner 8 Stunden am Tag schafft, dafür ist das Programm einfach zu langweilig.
Daher lässt die EU ja bereits forschen wie man ungewöhnliches Verhalten, automatisiert erkennen und die Behörden alarmieren kann.
Glaubste nicht? Ich sag nur Indect.
Leider hat die Sache drei Hacken zum einen funktioniert das nicht, weil ein Computer ein freundschaftlicher Schups nicht von einer Faustschlag zu unterscheiden vermag.
Zweitens wird die Technik so teuer sein dass das Geld für Polizisten fehlt. Also sind im Fall das die Polizei verständigt wird, die Beamten höchstwahrscheinlich gerade mit einer Straftat beschäftigt.
Selbst für den Fall die Polizei hat gerade nichts besseres zu tun hat und das System schlägt alalrm. Brauchen sie dennoch Minimum 2 Minuten bis zum Ort des Geschehens. Bis dahin ist das Opfer aber schon krankenhausreif gebrügelt worden.
Somit hat ein zukünftiges Opfer von dem ganzen Aufwand dem die Gesellschaft sich gemacht hat und den Einschränkungen welche wir alle hinnehmen keinen Vorteil.
Dies bringt mich zu der üblichen Erklärung der Innenminister / des Polizeipräsidenten auf die Frage:
„Wieso hat in diesem Fall die Videoüberwachung nichts gebracht?“ Die Standard Antwort: „Die Polizei kann nicht überall sein, es ist wichtig das Bürger Zivilcourage zeigen.“
Wieso man dann immer noch Videokameras aufstellt anstatt gleich den Bürger in Zivilcourage auszubilden verstehe ich einfach nicht. Den „richtige“Zivilcourage, welche erlernbar ist würde für ein zukünftiges Opfer einen unterschied bedeuten. Eine Videokamera bedeutet für das Opfer kein Hilfe bei Tot, Verletzung oder Vergewaltigung.

Sonntag, 30. September 2012

Erschreckende Erkenntnis zur Videoüberwachung

Am Freitag war ich auf dem Weg zwischen zwei Kunden auf der A8 unterwegs. Ich kam an einem Unfall mit mehreren Auto vorbei, der wie es schien erst vor ein oder zwei Minuten passiert war. Da ich sah da Niemand verletzt war und auch mein Feuerlöschen, welcher in meinem Auto griffbereit liegt, nicht benötigt wurde. Fuhr ich weiter, dabei Überlegt ich wie ich dennoch helfen könnte. Ich dachte mir:“Vielleicht solltest du die Polizei anrufen, auch wenn sie bestimmt schon Bescheid wissen. Doppelt informiert hilft besser.“
Ich rief also, per Handy, bei der Polizei an. Welche mich dann sobald ich sagte:“Es gab einen Unfall auf der Autobahn.“ an die Autobahnpolizei weiterleitete. Dort nahm, nach einer gefühlten Ewigkeit ein Polizist meinen Anruf entgegen.
Ich erklärte dann was ich gesehen hatte. Den Ort des Unfalls zu beschreiben war ein wenig mühselig. Der Beamte am anderen Ende versuchte offensichtlich meine Angaben, per Videoüberwachung, zu überprüfen. Also er dann, nach eigenem Bekunden, den Rückstau des Unfalls auf einem Monitor sah wurde er ein wenig schneller. Es war ihm anzumerken, dass er nun seine professionelle Routine abspulte und den Ernst der Lage genauso einschätzte wie ich. Er bedankte sich dann noch schnell und legte auf.
Also auch als Feind von Videoüberwachung war ich im ersten Moment froh dass der Polizist meine Angaben per Videoüberwachung bestätigen und dann entsprechend handeln konnte. Nach kurzer Zeit wurde mir aber bewusst dass ich Zeuge des Dilemmas der Videoüberwachung wurde. Das Dilemma der Videoüberwachung ist folgendes. Jeder erwartet dass wenn eine Kamera ein Gefahr oder  eine Straftat aufnimmt sofort etwas geschieht. Dem ist aber nicht so. Kameras können einzig und allein Straftaten aufklären. Es ist einfach ziemlich unwahrscheinlich dass genau in dem Moment jemand genau den Monitor im Blick hat welcher gerade eine Straftat filmt. Da hier viele Faktoren zusammen kommen müssen ist klar, dass so keine Sicherheit geschaffen werden kann. Sondern nur begangene Straftaten einfacher aufgeklärt werden können. Dies ist der Politik und Sicherheitsbehörden bekannt daher wird auf nationaler und europäischer Ebene an vielen Stellen versucht diesen Makel der Videoüberwachung zu beseitigen.
Die meisten Ideen die dieses Problem beheben sollen, haben damit zu tun, dass die stupide Arbeit der Monitorbeobachtung durch Computer erbracht werden soll, als Beispiel sei hier nur Indect genannt. Aber selbst wenn es Möglich wäre Straftaten durch Computerprogramm einwandfrei zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Bleibt das Hauptproblem der Videoüberwachung bestehen.
Mit jeder Überwachungskamera die im öffentlichen Raum installiert wird nimmt die Bereitschaft in der Bevölkerung zur “Zivil Courage“ ab. Was wiederum die Argumente liefert die Überwachung auszubauen.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Anonym in der Öffentlichkeit

Ich wohne ja bekanntlich in Stuttgart und bin ein regelmäßiger Benutzer des ÖPNV auch SSB oder VVS genannt. Schon vor Jahren wurde in den Zügen kleine Überwachungskameras eingebaut, die mich seit dem ersten Mal nerven. Auch die Bahnhöfe sind mehr ober weniger flächendeckend mit Kameras überwacht. Dass die meisten großen Kaufhausketten auf moderne Videotechnik setzen um sich vor Ladendieben zu schützen ist wohl auch bekannt.

Was mich nun endgültig zum handeln veranlasst hat ist die Tatsache das inzwischen auch weite Teile des Cityrings und sonstiger Hauptverkehrsstraßen durch Kameras überwacht werden.

Auch wird seit heute der Hauptbahnhof massiv Videoüberwacht. Inzwischen ist es unmöglich geworden sich in Stuttgart unbehelligt zu bewegen. Wenn ich mal Zeit und Lust habe werde ich eine Karte mit den mir bekannten Standorten und ihrem Überwachungsbereich anfertigen.

Da mir diese permanente Beobachtung total auf den Zeiger geht, die Tatsache das viele Stuttgarter den Einsatz von Videokameras sogar befürworten steigert dieses Unbehagen noch. Daher habe ich mich entschlossen in Zukunft nur noch vermummt in der Stadt unterwegs zu sein. Da in Deutschland im Vergleich zu Frankreich oder Belgien nur bei Demonstrationen ein Vermummungsverbot besteht. Sollte dass rein Rechtlich kein Problem darstellen.

Meine Erfahrungen und Erlebnisse werde ich hier in diesem veröffentlichen.

Post als PDF.